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News September 2008

Bei Demenzkranken auf Antipsychotika verzichten!

LONDON (hub). Antipsychotika erhöhen das Schlaganfallrisiko. Dabei ist der Unterschied zwischen klassischen Präparaten und Atypika nur gering.
Das hat eine Auswertung der Daten von sechs Millionen Patienten der britischen Hausarzt-Datenbank (General Practice Research Database) ergeben. Knapp 7000 Patienten hatten einen Schlaganfall erlitten und innerhalb des Studienzeitraums von 1988 bis 2002 mindest einmal Antipsychotika verordnet bekommen (BMJ online). Bei diesen Patienten war die Schlaganfallrate für typische Antipsychotika 1,7-fach erhöht und für Atypika 2,3-fach, im Vergleich zu Patienten, die keine solchen Arzneien erhalten hatten.
Demenz-Patienten mit antipsychotischer Therapie hatten sogar eine um den Faktor 3,5 erhöhte Schlaganfallrate. "Wir bestätigen, dass die Risiken von Antipsychotika bei Demenzkranken deren Nutzen überwiegen", schreibt Dr. Ian Douglas aus London. Wenn immer möglich, solle der Gebrauch antipsychotischer Arzneien bei diesen Patienten vermieden werden, so Douglas.


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Studie: Schon 2,5 Stunden bremst Gedächtnisverlust

CHICAGO (dpa). Schon 2,5 Stunden Sport pro Woche kann den Gedächtnisverlust einer Studie zufolge spürbar bremsen. Australische Forscher hatten 138 Menschen ab 50 Jahren beobachtet, die zu Beginn der Studie von Erinnerungsproblemen berichteten, aber noch keine krankhafte Demenz aufwiesen.
Die eine Gruppe wurde zunächst sechs Monate lang zu dreimal 50 Minuten zusätzlich leichtem Sport pro Woche aufgefordert. Die meisten Menschen gingen spazieren und zwar auch noch in den Monaten nach dem Trainingszeitraum. Ein positiver Effekt auf das Gedächtnis habe sich bereits nach 6 Monaten gezeigt, berichten die Forscher um Nicola Lautenschlager von der Universität Melbourne. Die Sporttreibenden schnitten auf einer 70-stufigen Alzheimerskala (ADAS-cog) um 1,3 Punkte besser ab als die Menschen der Vergleichsgruppe.
Zum Ende der Studie nach 18 Monaten lagen die Probanden der Sportgruppe im Test auf der Alzheimerskala im Schnitt um 0,69 Punkte höher als die der Vergleichsgruppe. Dies sei zwar ein relativ geringer Wert, aber möglicherweise bedeutend, wenn man die insgesamt nur relativ geringe Bewegung der Sportgruppe in Betracht ziehe, sagte Lautenschlager. Der Erfolg sei zudem höher als derjenige herkömmlicher Medikamente (JAMA 9, 2008, 1027).
Nach Angaben der Forscher gibt es derzeit weltweit 27 Millionen Alzheimerkranke. Bis 2050 könnten es 106 Millionen sein. Die Skala ADAS-cog (Alzheimer's Disease Assessment Scale - cognitive subscale) reicht nach Angaben des Kompetenznetzes Demenzen von 0 (gesund) bis 70 (schwere Demenz). Gemessen werden Gedächtnis, Orientierung, Aufmerksamkeit, Urteilsvermögen, Sprache und praktische Fähigkeiten.


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